Ente Ente Ente Ente

Nach den Tagen der weihnachtlichen Völlerei fand sich in meinem Kühlschrank noch eine vor den Feiertagen gekaufte Entenbrust. Da bei uns am Heilig Abend Bratwürste gereicht werden, am Christtag meine Mutter gerne herkömmlich speist und sie letztendlich am Stefani den Rindsbraten für die ganze Familie zubereitet, musste das gerupfte Stück etwas warten. Ich gehe jetzt nicht genauer darauf ein, wieso eine Entenbrust für meine Mutter nichts herkömmliches ist, sondern stürze mich gleich auf die Schilderung der Zubereitung.

Zuerst gab es die Logistischen Probleme zu lösen. Eine rund 470g schweres Geflügelteil isst sich nicht gut alleine, deshalb musste ich mir erst einen Mitesser organisieren. Nachdem meine Schwester zugesagt hatte, gings daran ein Rezept zu finden.

Mit dem Begriff Entenbrust auf google.at sprang mir sofort Johanna Maiers Entenbrust mit Honig-Ingwersauce ins Auge. Honig ist immer gut und Ente kann ruhig etwas Süße vertragen. Der Ingwer weckt die Lust auf scharfes. Letztendlich musste ich vieles wieder ganz anders machen, weil von den spärlich gelisteten Zutaten natürlich nicht alles vorrätig war. Von den Garzeiten nicht zu reden. Keine Ahnung wo man 4 Brüstchen zu je 200g her bekommen soll. Sicher nicht von einer französischen Mästerei, wo meine ihren Ursprung hatte.

Die Zutaten:

Salz und Pfeffer zum Einreiben
1 EL Anbratöl Maiskeimöl wars bei mir
1 Entenbrust >400g 2 macht man auch nicht anders
3 TL Habanero Honig Reife Habaneros kleingeschnitten in Honig eingelegt
1/2 TL Ingwerpulver … hat wirklich jemand immer frischen zuhause?
1 TL Grüne Pfefferkörner fand gerade keine andere Farbe
Japanische Sojasauce ich nahm Salzreduzierte
Fix Einbrenn
1/2 L Rindssuppe frisch gebraut vom Würfel
Orangenöl zu Ente gehört irgendwie Orange

Die Anleitung:

  1. Die Rindssuppe herstellen oder warm machen
  2. Entenbrust waschen, abtupfen, Silberhaut entfernen und diese auf den Boden werfen
  3. Fleisch salzen und Pfeffern und schon mal die Pfanne warm machen
  4. Gitter in die Backofenmitte, Blech ganz unten rein und auf 140 Grad vorheizen
  5. Öl in die Pfanne und verpinseln
  6. Entenbrust mit Haut nach unten in die Pfanne
  7. Wenn die Haut schön goldbraun ist, mit Haut nach oben aufs Gitter in den Backofen
  8. Timer stellen. 25 Minuten war mir dann einen Tick zu kurz für Geflügel
  9. Suppe in die Bratpfanne, Pfefferkörner, Ingwerpulver und den Honig dazu
  10. Herd auf eine Temperatur stellen, mit der das ganze vor sich hinköchelt
  11. Sich um die Beilagen kümmern, sofern die schnell genug fertig sind
  12. Mit dem abgelaufenen Timer Backrohr abschalten und öffnen -> Fleisch 5 Minuten rasten lassen
  13. Die Soße in ein Gefäß sieben und wieder auf Köcheltemperatur erhitzen
  14. Fix Einbrenn zum Binden dazu und dabei umrühren
  15. Mit Sojasauce und paar Tropfen Orangenöl abschmecken
  16. Gitter mit Brust eine Stufe höher stellen und den Grill im Backofen einschalten
  17. Wenn Haut so braun ist wie man sie gern hat, ist es fertig.

Zu Punkt 2 sei folgendes gesagt, es ist nur dann ratsam Fleisch auf den Boden zu werfen, wenn dort ein schnurrender Fleischschlucker seine Arbeit verrichtet. Hier das Modell Moritz, mit dem ich schon seit einiger Zeit erfolgreich zusammenarbeite.
Fleischschlucker, Modell Moritz

Die Unterschiede zu dem Originalrezept sind vor allem, dass ich das Fett nicht aus der Pfanne geleert habe, wär doch schade drum. Koriander hatte ich keinen gefunden und Ingwer generell nur selten frisch in Griffweite. Bei mir musste der Habanerohonig für die Schärfe sorgen und dann war da noch das Orangenöl, das wiederum kaum jemand anderes lagernd haben dürfte.

Bei den Pfannen gibts bei mir in der Küche noch eine Lücke zu schließen zwischen klein und groß.
AufDerPlatte

Was die Beilagen betrifft, so kann ich nicht sagen, was dazu gut schmecken würde. Ich fand Erdapfelpüree immer ganz toll zu Entenbrust. Aber bei mir gabs Serviettenknödel, die noch vom Rindsbraten übrig waren, gefüllte Röstitaschen aus der Tiefkühltruhe, die ich einfach mit der Ente mitgegart habe und Brokkoli aus dem Dampfgarer.
ImOfen

Die Sauce war sehr lecker, hätte aber etwas dickflüssiger eingekocht werden sollen, dann hätt man sie vielleicht auch auf dem Foto gesehen. Meinem Gast war sie zu scharf. Jedem der gern scharf isst, wär sie zu mild.
Der Teller sah am Ende nicht spektakulär aus, aber ich hatte einfach zu großen Hunger und klatschte alles blos drauf.
DerTeller

Das mittlere Stück habe ich dann noch 5 Minuten nachgegart, weils mir einfach zu wenig durch war an der dicksten Stelle.
War trotzdem lecker.

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